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Unsere Rätseltage führten uns heuer auf den Magdalensberg und ins Freilichtmuseum Maria Saal – zwei Ausflugsziele, zwei ganz unterschiedliche Tage und jede Menge zu entdecken.
Am 8. und 9. September 2026 hieß es für die Kinder der Kindervolkstanzgruppe Klagenfurt noch einmal: gemeinsam unterwegs sein, rätseln, spielen, Neues kennenlernen und natürlich auch tanzen. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen standen unsere Rätseltage auf dem Programm. Während es am Montag bei strahlendem Wetter auf den Magdalensberg ging, führte uns der zweite Tag ins Freilichtmuseum Maria Saal – und schließlich, etwas ungeplanter als gedacht, noch ins Rutar Spieleland.
Auf den Spuren der Vergangenheit am Magdalensberg
Am 8. September machten sich insgesamt 13 Kinder auf den Weg zum Magdalensberg. Besonders gefreut hat uns, dass neben neun Kindern unserer Kindervolkstanzgruppe auch vier Kinder, die nicht unserem Verein angehören, mit dabei waren.
Im Mittelpunkt des Tages stand die Rätselrallye des Ausflugsziels. Rund um die Ausgrabungsstätten galt es aufmerksam zu sein, genau hinzuschauen und gemeinsam die verschiedenen Aufgaben und Fragen zu lösen.
Dabei blieb es aber natürlich nicht.
Bei herrlichem Wetter hatten wir genügend Zeit, um aus unserem Rätseltag einen abwechslungsreichen gemeinsamen Ausflug zu machen. So wurde aus den historischen Mauern zwischendurch kurzerhand eine kleine Bühne: Die Kinder stellten gemeinsam das Märchen „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ nach. Dabei waren Kreativität und natürlich auch jede Menge Spaß gefragt.
Auch ein Spiel, das viele Erwachsene noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen, durfte nicht fehlen: Gummihüpfen. Sprünge und Bewegungsabläufe, die früher auf Schulhöfen und vor Wohnhäusern ganz selbstverständlich zum Kinderalltag gehörten, wurden ausprobiert und den Kindern wieder ein Stück nähergebracht.
Und wenn die Kindervolkstanzgruppe unterwegs ist, darf eines natürlich ebenfalls nicht fehlen: Es wurde getanzt!
Gemeinsam jausnen und auch einmal etwas Neues probieren
Zu einem solchen Tag gehört für uns auch eine gemütliche gemeinsame Jause. Und die fiel diesmal durchaus vielfältig aus.
Verschiedene Brote, Butter und Aufstriche standen ebenso bereit wie Wurst, Schnittlauch, Marmelade, Zwetschken, Äpfel und Kuchen. Dazu gab es auch getrocknete Äpfel und Pfirsiche.
Was für Erwachsene vielleicht ganz alltäglich klingt, war für einige unserer Kinder tatsächlich eine neue Erfahrung: Getrocknete Pfirsiche oder Äpfel hatten manche zuvor noch nie probiert.
Auch das gehört für uns zu solchen gemeinsamen Tagen: Neues kennenlernen, kosten und vielleicht dabei etwas entdecken, das man vorher noch gar nicht kannte.
Ein tierischer Abschluss hoch oben am Magdalensberg
Nach der Erkundung der Ausgrabungsstätten war unser Tag aber noch lange nicht vorbei. Wir fuhren weiter hinauf auf den Magdalensberg – und dort wartete noch ein besonderes Erlebnis.
Die Kinder konnten Damwild aus nächster Nähe beobachten und sogar streicheln. Nach all den Rätseln, historischen Entdeckungen, Spielen und Tänzen war das noch einmal ein ganz anderer Höhepunkt des Tages.
Danach musste nichts mehr gesucht, erraten oder gelernt werden. Am Spielplatz ließen wir unseren ersten Rätseltag ganz gemütlich ausklingen.
Tag zwei: Entdeckungsreise durch das alte Kärnten
Bereits am nächsten Tag, dem 9. September, ging es weiter. Diesmal war unsere Gruppe deutlich kleiner: Vier unserer Kinder waren beim zweiten Rätseltag dabei, zwei davon hatten bereits am Vortag den Magdalensberg mit uns erkundet.
Unser Ziel war diesmal das Freilichtmuseum Maria Saal.
Und auch hier wartete eine Rätselrallye auf die Kinder. Das Freilichtmuseum bot dafür eine ganz besondere Kulisse, denn diesmal ging es nicht in die Zeit der Römer, sondern mitten hinein in das Leben vergangener Generationen.
Die alten Gebäude und ihre Einrichtungen boten die Gelegenheit, ein wenig darüber nachzudenken, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben. Dinge, die heute selbstverständlich sind, waren es schließlich über viele Jahrhunderte keineswegs.
So wurde der Museumsbesuch nicht einfach zu einem Spaziergang von Haus zu Haus. Es wurde geschaut, entdeckt, gerätselt und darüber gesprochen, wie anders der Alltag früher ausgesehen hat.
Natürlich durfte auch an diesem Tag das Tanzen nicht fehlen.
Woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel?
Passend zum ländlichen Leben vergangener Zeiten beschäftigten wir uns außerdem mit einem Thema, das unmittelbar mit unserem heutigen Alltag zu tun hat: Woher kommen unsere Lebensmittel?
Bei einem Zuordnungsspiel mussten die Kinder überlegen, wo verschiedene Lebensmittel ihren Ursprung haben beziehungsweise wie sie entstehen.
Was kommt aus dem Garten oder vom Feld? Was wächst im Obstgarten? Was stammt vom Tier? Und welche Lebensmittel entstehen erst durch weitere Verarbeitung?
Spielerisch wurde damit etwas sichtbar, das im Alltag zwischen Supermarktregalen schnell verloren gehen kann: Bevor ein Lebensmittel auf unserem Teller landet, hat es bereits einen Weg hinter sich.
Zwischendurch wurde auch gemalt und kreativ gearbeitet. So wechselten sich Bewegung, Rätseln, Entdecken und ruhigere Beschäftigungen ab.
Und selbstverständlich durfte auch am zweiten Tag eine gemeinsame Jause nicht fehlen, die ähnlich abwechslungsreich zusammengestellt war wie bereits am Vortag.
Wenn das Wetter plötzlich andere Pläne hat …
Einen Programmpunkt hatten wir allerdings nicht eingeplant: das Wetter.
Gegen 14 Uhr machten uns Gewitter und starker Wind schließlich einen Strich durch die weitere Planung. Draußen weiterzumachen war keine vernünftige Option mehr und so musste unser Aufenthalt im Freilichtmuseum früher als geplant beendet werden.
Damit war unser Rätseltag allerdings noch lange nicht vorbei.
Kurzerhand wurde umgeplant und wir suchten uns eine wetterfeste Alternative. Unser Weg führte uns ins Rutar Spieleland, wo die Kinder den restlichen Nachmittag auf dem Indoorspielplatz verbringen konnten.
Nach Rätseln, alten Bauernhäusern, Lebensmittelspiel, Malen und Tanzen hieß es dort einfach noch einmal: spielen, toben und Spaß haben.
Und so endete auch der zweite Rätseltag zwar ganz anders als ursprünglich geplant – aber keineswegs weniger fröhlich.
Viel mehr als „nur“ Volkstanzen
Zwei Tage, zwei Ausflugsziele und zwei völlig unterschiedliche Erlebnisse – genau das macht unsere gemeinsamen Unternehmungen aus.
Natürlich steht bei uns der Volkstanz im Mittelpunkt. Wir möchten Kindern unsere Tänze, unsere Tracht und unsere Volkskultur näherbringen und sie für deren Erhalt begeistern.
Doch Kindervolkstanzgruppe bedeutet für uns weit mehr als nur Tanzproben und Auftritte.
Gemeinsam unterwegs zu sein, gehört genauso dazu. Wir möchten mit den Kindern entdecken, wie Menschen früher gelebt haben, alte Spiele wieder hervorholen, Wissen spielerisch vermitteln, kreativ sein, gemeinsam essen, Neues ausprobieren und vor allem miteinander eine schöne Zeit verbringen.
Manchmal führt uns das auf die Spuren längst vergangener Kulturen. Manchmal in ein altes Kärntner Bauernhaus. Manchmal wird aus einer Ausgrabungsstätte eine Märchenkulisse, ein fast vergessenes Gummihüpfspiel wird plötzlich wieder interessant oder ein getrockneter Pfirsich zur kleinen neuen Entdeckung.
Und manchmal sorgt eben ein Gewitter dafür, dass ein Rätseltag ganz spontan auf einem Indoorspielplatz endet.
Denn bei allem Wissen, das wir weitergeben möchten, soll eines nie zu kurz kommen:
Kinder dürfen bei uns vor allem eines sein – Kinder.
Unsere beiden Rätseltage am Magdalensberg und in Maria Saal haben wieder einmal gezeigt, wie wunderbar sich Volkskultur, Geschichte, Bewegung, Lernen, Gemeinschaft und jede Menge Spaß miteinander verbinden lassen.
Und genau solche gemeinsamen Erlebnisse sind es, an die man sich oft noch lange erinnert.
Galerie vom 08. September 2026






























Galerie 09.09.2026

























